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Lokale Produktion gewinnt an Bedeutung

von Julia Frischknecht

Die Schweiz befindet sich aktuell in der tiefsten Rezession seit dem Zweiten Weltkrieg. Viele Länder haben die Ausgangsbeschränkungen und Schliessungen gelockert und richten ihren Blick nun in die Zukunft. Daniel Kalt ist Chefökonom und Regional Chief Investment Officer Schweiz bei der UBS. Für den weiteren Konjunkturverlauf der Schweizer Wirtschaft sieht er einen U-förmigen Verlauf. Eine richtige Erholung, in der das BIP-Wachstum den Trend wieder erreicht, gelingt frühestens im vierten Quartal 2020. Die Unsicherheiten rund um dieses Szenario sind jedoch aussergewöhnlich gross.

Um den Konjunkturverlauf abzuschätzen achtet der Chefökonom unter anderem auf Indikatoren wie Verkehrsaufkommen, Mobilitätsindikatoren und den Energieverbrauch. Die Pharma Branche ist bereits ein Überperformer und wird es auch in der Erholung bleiben. Sie generieren ca. 40% der Exporte und daher ist die Pharmaindustrie ein wichtiger Stabilisator. Sie kann das Jahr 2020 sogar mit einem Wachstum abschliessend, während beispielsweise die Tourismusbranche einen grossen Einbruch verkraften muss.

Daniel Kalt betont, dass sich der Strukturwandel, welcher bereits vor der Krise begonnen hat, nun beschleunigen wird. Die De-Globalisierung, Automatisierung und Digitalisierung werden durch Covid-19 befeuert. Auch die lokale Produktion wird wieder an Bedeutung gewinnen.

 

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