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Peter Spuhler wagt einen weiteren Schritt

von Alexandra Frei

Seit 30 Jahren beweist Peter Spuhler sein Talent für operative und strategische Führung, denn damit hat er aus dem einstigen Kleinbetrieb Stadler in Bussnang, Thurgau, ein weltweit operierendes Unternehmen mit elf Produktionsstandorten in sieben Ländern gemacht. Damals hatte die Firma gerade einmal 18 Mitarbeiter und erzielte einen Jahresumsatz von 4,5 Millionen Franken – inzwischen sind daraus 7600 Mitarbeiter und 2,4 Milliarden Franken geworden.

Jetzt will Peter Spuhler sein Kompetenzzentrum für Doppelstocktriebzüge des Typs Kiss von Altenrhein in ein neues Produktionswerk in St. Margrethen verlegen. Dies soll den Schienenfahrzeugbauer nicht nur effizienter und damit wettbewerbsfähiger, sondern auch für Arbeitnehmende attraktiver machen. Bereits 150 Stellen sind ausgeschrieben.

Das Altfeldareal in St. Margrethen, auf dem die Bauarbeiten bis Anfang 2020 anhalten werden, misst 65‘000 Quadratmeter. Die Hälfte davon soll überbaut werden, mit einer Bruttogeschossfläche von 40‘000 Quadratmetern. Damit entsteht eine der grössten Fabriken der Schweiz. Rund 86 Millionen Franken sollen in Produktions- und Lagerfläche sowie Büro- und Sitzungszimmer investiert werden.

Bekenntnis zum Werkplatz Schweiz
Das geplante Investment sei ein klares Bekenntnis zum Werkplatz Schweiz und zum Standort Dreiländereck, so Peter Spuhler. Dem Entscheid waren innerhalb der Konzernleitung heftige Debatten vorausgegangen, doch laut Spuhler entschied sich der Verwaltungsrat schliesslich einstimmig für St. Margrethen. Zur Diskussion stand auch eine Verlagerung ins weitaus kostengünstigere Osteuropa.

«Um am Standort Schweiz festhalten zu können, ist eine Effizienzsteigerung nötig, die mit dem Neubau des Stadler-Werks in St. Margrethen erzielt werden soll», heisst es. Denn die Infrastruktur in Altenrhein genüge zur Fertigung der Wagenkasten für die Doppelstöcker der grossen S-Bahnen nicht mehr. So wagt Peter Spuhler einen weiteren Schritt – und verschafft uns am Wirtschaftsforum Thurgau einen Einblick in kommende Herausforderungen der Exportindustrie am Beispiel von Stadler.

 

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