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«Die Schweiz hat das Potential, eine stark wachsende Region inmitten Europas zu werden» - Interview mit Serge Gaillard

vonJulia Frischknecht

Wo steht die Schweiz heute aus Ihrer Sicht?

Der Schweiz ist es bisher gelungen, die Corona-Pandemie zu bewältigen, ohne gravierende wirtschaftliche Flurschäden. Wir sind mit gesunden öffentlichen Finanzen in diese Krise geraten und konnten deswegen grosse Mittel zur wirtschaftlichen und sozialen Abfederung der Pandemie aufwenden. Und noch immer gehört die Schweiz zu den wettbewerbsfähigsten Ländern der Welt: u.a. dank der guten Bildungs-, Forschungs- und Verkehrsinfrastruktur und der hohen Erwerbsbeteiligung.

Wo sehen sie den Wirtschaftsstandort Schweiz im Jahr 2030?

Die Schweiz hätte das Potential, eine stark wachsende Region inmitten Europas zu werden. Allerdings stehen dem drei Hindernisse entgegen: Erstens sind wir auf gute Beziehungen zu unseren Nachbarländern und der Europäischen Union angewiesen, damit Alltagsprobleme unkompliziert gelöst werden können. Dazu braucht es eine kohärente Europastrategie, die heute fehlt. Zweitens haben die ständigen Aufwertungen des Frankens im letzten Jahrzehnt dazu geführt, dass wir um 15-20% teurer geworden sind im Vergleich zu unseren europäischen Handelspartnern, was bei Standortentscheiden der Unternehmungen nicht für die Schweiz spricht. Wir brauchen in Zukunft mehr Wechselkursstabilität. Und drittens müssen wir Engpässe in der Stromversorgung verhindern, wenn die Elektromobilität so zunehmen wird wie erwartet.

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