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Daniel Kalt will «big picture» verstehen

von Julia Frischknecht

Von der Internetblase über die Finanzkrise bis zur aktuellen, historisch ultralockeren Geldpolitik: Chefökonom Daniel Kalt hat in über 20 Jahren UBS einige Wirtschaftszyklen durchlebt. Heute hört und liest man seine Einschätzungen zur Wirtschaftslage regelmässig in Fernsehen und Zeitung. Pro Jahr absolviert der Chefökonom und Regional Chief Investment Officer der UBS Schweiz zwischen 180 und 200 Auftritte.

Vor Ort mit Kunden und Unternehmern sprechen

Dieser Austausch ist ihm sehr wichtig, denn als Ökonom beschäftigt er sich wenig überraschend viel mit Zahlen, analysiert Indikatoren wie die Exporte, die Inflation, das Börsengeschehen. Aber: «Neben der Analyse nackter Zahlen ist es genauso wichtig, vor Ort mit Kunden und Unternehmern zu sprechen», erklärt Kalt. So kann er den Puls der Wirtschaft fühlen sowie Zahlen und Praxis zu einem Gesamtbild zusammenfügen. Das ist es, was ihn immer an einer Wirtschaftsausbildung gereizt hat: das «big picture».

Unterschiedliche Meinungen in den Regionen

Im globalen Research-Team bei UBS halten sich die Analysten aller Regionen regelmässig gegenseitig auf dem Laufenden, teilen Einschätzungen und diskutieren wirtschaftliche und geopolitische Entwicklungen. Dabei treffen durchaus auch unterschiedliche Meinungen aufeinander: «Während zum Beispiel die Europäer die politische Situation in den USA für einen grossen Unsicherheitsfaktor halten, fürchten Amerikaner und Asiaten um den Zusammenhalt in Europa. Jeder sieht das Problem eher in der anderen Weltregion. Genau deshalb ist es so zentral, dass man sich gegenseitig immer wieder herausfordert und Argumente austauscht – um die eigene Wahrnehmung in einen globalen Kontext zu stellen und letztlich das Bestmögliche für unsere Kunden zu entscheiden.»

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